Freud’ und Leid eines Katzenbuches

der leidvolle Weg zum eigenen Buch

Danke für die Anfrage, aber …

Verfasst von jola am August 7, 2007

Ja, ich werkle an einem Buch – und das seit Jahren. Ein Buch für MitbewohnerInnen von alten Stubentigern. Die Idee steckt schon ewig in meinen kleinen grauen Zellen. Und ja, es ist bald geschafft. Doch der Weg bisher war mehr als steinig, sehr sehr steinig.

Irgendwann, in einer Phase von „aber-jetzt-geh-ich’s-an“ gepaart mit einem „ich-klopf-an-und werde-sofort-eingelassen“-Optimismus begann ich vor einigen Jahren, Verlage anzuschreiben. Schließlich muss das Manuskript doch, falls es jemals fertig werden sollte, an den Mann und die Frau gebracht werden.

Hat wer schon mal versucht, auf einer Website eines Verlages was zu finden? Besser gesagt, hat schon mal jemand versucht, auf dem Haustiersektor URLs von Verlagen zu finden? Das alleine ist schon ein Geduldsspiel. Dann die Suche nach Kontaktdaten. Kein Buch kaufen, keine Zeitschrift abonnieren, nein, nur einen einzigen Namen + Emailadresse für (angehende) Autoren finden. Bei den meisten Verlagen ein Ding des Unmöglichen.

Woher bitte soll ich denn wissen, welche interne Aufteilung die haben? Was soll’s, nach einer wochenlangen Resignation kam plötzlich nochmal eine Optimismusphase auf und diesmal schickte ich Emails weg. Wenige, nur ganz wenige. Irgendwer wird meine Email schon an den richtigen Typen oder Typin weiterleiten. Und dann wartete ich und wartete und wartete. Ganz nach dem Moto „ich steh in der Kälten und wart auf a Taxi und des kummt net, kummt net,kummt net …“

Nach 6 (ja, SECHS) Monaten kam eine Antwort. Kaum zu glauben, ein Verlag zeigte Interesse. Die anderen haben es nicht mal der Mühe wert gefunden,wenigsten ein „Danke, kein Interesse“ zu schicken. Damit frau wenigstens weiß, woran sie ist. Immerhin, ein Verlag hat sich meiner erbarmt.

Und diese eine Mail katapultiert einen über den siebten Himmel hinaus. Frau sucht Leseproben raus, beantwortet im Düsentempo die Fragen und … fliegt nach der nächsten diesmal nur-3-Monate-auf-Antwort-gewartet Mail im freien Fall in ein tiefes schwarzes Loch. Es gibt Sätze, die verblassen ein Leben lang nicht, wie etwa “ … paßt nicht in unser Programm …“.

Hätten die das net gleich sagen können?

Eine Antwort zu “Danke für die Anfrage, aber …”

  1. kipet sagte

    nichts ist zermürbender als das warten auf eine antwort und man kriegt keine. flattert nach etlichen monaten doch noch ein brieflein ins haus, ist das, als hätte man endlich das große los gezogen. man schwebt auf wolke 8 (meine „motivations-wolke“ ;-) ), ist voll der motivation. dann der nächste hieb, gespickt mit verletzenden „kleinigkeiten“ …

    ich kann dir das sehr gut nachempfinden und bin schon sehr auf dein katzenbuch gespannt!

    LG kipet

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